Mit mindestens 5 Temperaturfühlern wird der Istwert des Speicheladezustandes berechnet. Die 6 Speicherbereiche zwischen den 5 Fühlern entsprechen 0/20/40/60/80/100%.
Hauptregelgrösse ist der Speicherladezustand, und der Sollwert beträgt z. B. 60%.
Der Leistungsregler erzeugt aus der Soll-Istwertabweichung des Speicherladezustandes den Sollwert für die Leistung des Holzkessels:
Istwert Speicherladezustand kleiner als Sollwert 🡪Leistungssollwert wird erhöht
Istwert Speicherladezustand grösser als Sollwert 🡪Leistungssollwert wird reduziert.
Die Folgeschaltung funktioniert zuerst manuell: «Kessel 1 allein» – manuelle Umschaltung auf «Kessel 2 allein» – manuelle Umschaltung auf «automatische Folgeschaltung»
Die automatische Folgeschaltung funktioniert dann wie folgt: «Kessel 2 allein» – Zuschaltung von Kessel 1 und «Parallelbetrieb Kessel 1 und 2» (beide Kessel erhalten den gleichen Sollwert für die Feuerungsleistung) – «Parallelbetrieb Kessel 1 und 2 + Öl-/Gaskessel in Sequenz».
Der Sequenzregler ist durch geeignete Freigabe- und Sperrkriterien zu ergänzen, damit ein zu häufiges Zuschalten des Öl-/Gaskessels sicher verhindert wird.
Aufteilung der Gesamtleistung in der Regel 20% auf den kleinen und 40% auf den grossen Holzkessel.
Der kleinere Holzkessel muss so dimensioniert sein, dass bei Schwachlastbetrieb die mittlere Tagesheizlast grösser ist als die für einen emissions- und wartungsarmen Betrieb erforderliche minimale mittlere Tagesheizlast.
Die Mischventile haben zwei Funktionen:
Austrittstemperaturregelung: Ladung des Speichers mit konstanter Temperatur
Rücklaufhochhaltung: Begrenzung der Kesseleintrittstemperatur auf einen vorgegeben Wert (die Rücklaufhochhaltung hat Priorität vor der Austrittstemperaturregelung).
Der Holzkessel muss ein externes Sollwertsignal für die Feuerungsleistung verarbeiten können.
Vorteile
Mit dem Speicher kann die Wärmemenge von mindestens einer Stunde Vollast des Holzkessels gespeichert werden. Wenn der Speicher z. B. zu 60% gefüllt ist, kann typischerweise während etwa 1,5 Stunden die 1,5-fache Leistung des Holzkessels abgegeben werden. Deshalb kann der Holzkessel kleiner dimensioniert werden als bei einer Anlage ohne Speicher.
Beim Einsatz für Raumheizung können die Holzkessel auf 50...60% des maximalen Wärmeleistungsbedarfs der Wärmeabnahme ausgelegt werden, um 80...90% des Wärmebedarfes mit Holz abzudecken.
Plötzliche Leistungsänderungen der Wärmeabnahme wirken sich durch den Speicher verzögert auf die Wärmeproduktion aus. Damit ergibt sich ein kontinuierlicher und emissionsarmer Betrieb des Holzkessels.
Gegenüber WE 1 und WE 2 ergibt sich durch den Öl-/Gaskessel eine höhere Versorgungssicherheit.
Ungeeigneter Schwachlastbetrieb mit dem Holzkessel kann vermieden und durch den Öl-/Gaskessel abgedeckt werden.
Ausbaureserve durch Öl-/Gaskessel möglich (mit entsprechender Reduktion des Holz-Deckungsgrades).
Nachteile
Einsatz von fossiler Primärenergie durch Öl-/Gaskessel.
Kosten für den Speicher und den zusätzlichen Raumbedarf.